Geismarer

JUNGGESELLENVEREINIGUNG & Co.



Chronik Junggesellenvereinigung und Kirmes

Im Oktober 1899 haben die unverheirateten Burschen (Junggesellen) zum ersten Mal die Kirmes in Geismar ausgerichtet. Leider gibt es aus dieser Zeit keine schriftlichen Dokumente mehr. Die Kirmes fand immer auf den Sälen der ortsansässigen Gasthäuser statt. Die Ausrichtung haben die Junggesellen dann regelmäßig jedes Jahr bis 1986 durchgeführt. Nur in den Kriegsjahren fiel die Kirmes ein paar Mal aus. Im Jahr 1957 wurde die 1. eigene Vereinsfahne angeschafft. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Junggesellen die Ortsfahne Geismars getragen. Ab dem Jahr 1977 wurde die Kirmes dann in einem Festzelt gefeiert.   Als die Junggesellenvereinigung im Jahr 1986 die Ausrichtung der Kirmes abgab, um sich wieder personell zu sammeln, wurde diese von den anderen Ortsvereinen durchgeführt:

1899 – 1986

Junggesellenvereinigung Geismar, mit Unterbrechungen wärend der Weltkriege

1987   

Freiwillige Feuerwehr Geismar   

1988

Schützenverein Geismar 1884 e.V.

1989

RSV Geismar von 1909 e.V.

1990

Gesangverein Concordia e.V.

1991

MTV Geismar von 1898 e.V.

1992

Gesangverein Eintracht e.V.

1993

Junggesellenvereinigung Geismar

1994

Freiwillige Feuerwehr Geismar

1995

Schützenverein Geismar 1884 e.V.

1996 – 2000

Junggesellenvereinigung Geismar 

2001 – 2002

Schützenverein Geismar 1884 e.V.

2003

ausgefallen, da sich kein Ausrichter gefunden hat

2004

Schützenverein Geismar 1884 e.V.

2005 – 2006

Kulturverein Geismar e.V.

2007 – 2008

Geismarer Junggesellenvereinigung & Co.

2009

ausgefallen, wegen des Jubiläumsfestes von MTV Geismar von 1898 e.V.,
RSV Göttingen 05 e.V. und Schützenverein 1884 e.V. im Juni 2009

2010

Geismarer Junggesellenvereinigung & Co.

Die vorläufig letzte Kirmes wurde im Jahr 2010 von der Geismarer Junggesellenvereinigung & Co. ausgerichtet. Leider waren die Besucherzahlen wie in den Jahren zuvor weiterhin rückläufig. In diesem Jahr allerdings stärker als in den übrigen Jahren, so dass ein Defizit von etwas mehr als 3700,-€ eingefahren wurde. Der Verein hat daraufhin beschlossen vorläufig keine weitere Kirmes auszurichten. Im Jahr 2006 haben wir dem stetigen Mitgliederschwund Rechnung getragen und unsere Satzung dahin gehend geändert, dass auch verheiratete ehemalige Vereinsmitglieder im Verein bleiben, bzw. wieder eintreten konnten. Gleichzeitig haben wir unseren Vereinsnamen von Junggesellenvereinigung Geismar in Geismarer Junggesellenvereinigung & Co. geändert, wobei sich & Co. auf die verheirateten Mitglieder bezieht. Seit den Anfängen des Vereines waren aber auch die unverheirateten Damen (Freundin eines Junggesellen) mit ins Vereinsgeschehen eingebunden. Sie sind bis heute unsere Ehrendamen! Durch ihr Wirken im Verein haben wir schon zahlreiche gute Ideen und Anregungen bekommen und konnten sie anschließend auch mit ihrer Unterstützung umsetzen. Mittlerer Weile richtet die Junggesellenvereinigung & Co. nicht nur Kirmes in Geismar aus, sondern sind auch immer beim Altdorffest, ausgerichtet vom Ortsrat und seit 1998 durch den Kulturverein Geismar, mit einem Stand vertreten. Ausnahme waren nur die Jahre 2001, 2003 und 2005, wo die Junggesellenvereinigung um ihr Überleben gekämpft hat und somit personell nicht in der Lage war einen Stand zu übernehmen. Des Weiteren richten wir in unserem Vereinslokal dem Gasthof Zur Linde einen Tanz in den Mai aus. Begonnen haben wir damit im Jahr 1998 mit einer Pause in den Jahren 2003 bis 2007. Eine Tradition aus den Anfängen der Vereinigung ist die „Försterhütte“. Ein bis zwei Mal im Jahr machen wir eine Wanderung in den Geismarer Wald zur Försterhütte der Realgemeinde Geismar. Wir veranstalten dann dort ein gemütliches Beisammensein mit Grill und Bier. In früheren Zeiten haben die Junggesellen auch noch in der Försterhütte übernachtet, dies kommt heutzutage seltener vor. Das Bier für die Försterhütte wird von den drei Erstplatzierten auf die Junggesellenscheiben gestiftet. Und somit sind wir bei einer weiteren Tradition, das Ausschießen der Junggesellenscheibe (=Junggesellenkönig). Das Schießen wurde bis 1995 immer am Kirmessonnabend zusammen mit dem Kirmesschießen durchführt. Seit 1996 wird das Kirmesschießen immer eine Woche vor dem Kirmeswochenende ausgerichtet, somit wurde auch das Schießen um die Junggesellenscheibe an diesem Wochenende durchgeführt. Ab dem Jahr 2009 wird das Schießen um Junggesellenscheibe bereits im August durchgeführt. Bis zur Änderung der Satzung wurde immer eine handgemalte Scheibe vergeben, die der Gewinner behalten konnte. Seit Änderung der Satzung wird eine Wanderscheibe ausgeschossen und der Gewinner bekommt im Folgejahr einen kleinen Zinnteller als Erinnerung überreicht. Ebenfalls neu ist das Ausschießen eines Ehrendamenpokals seit 2006. Auch der wird seit 2009 als Wanderpokal ausgeschossen. Das Einzige, was sich über die Zeiten nicht geändert hat, ist der Schießmodus: 3 Schuss Kleinkaliber auf 50 m. Der 1. Schuss kann angesehen werden, der 2. und 3. bleibt verdeckt. Das Schießen, sowie die Auswertung, werden immer von einem Vereinsmitglied des Schützenverein Geismar 1884 e.V. durchgeführt. Das Ergebnis bleibt bis zur Proklamation am Kirmessonntag geheim. Aber auch der Letztplatzierte geht nicht leer aus. Er hat das Vergnügen den "Pisspott" zu leeren!  (Inhalt:  1 abgestandenes Bier, 1 angebratene Bratwurst und Senf auf dem Rand des Pisspottes)   Wer jetzt denkt, Junggesellenkönig zu werden ist da günstig, der irrt. Neben den Vereinsrunden zu den verschiedensten Anlässen, werden folgende Beiträge für die Försterhütte fällig:

1. Platz kostet 30,- €

2. Platz kostet 20,- €

3. Platz kostet 10,- €

(Text: Uwe Kompart) 

Stand: 21.05.2020